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Robert Sterl
Johnsdorfer Mädchen, 1893 Atelier von Robert Sterl Afrikaner im Halbakt, um 1888

Atelier

Das großzügige Atelier ließ Robert Sterl 1919 nach eigenen Entwürfen anbauen. Ein großes Nordfenster sorgt für gleichmäßiges Tageslicht. Auch hier hat sich die Originaleinrichtung erhalten: Sterls Künstlerbibliothek, seine Staffeleien, Malpinsel und Paletten wirken, als ob der Maler seine Arbeit jederzeit wieder aufnehmen könnte. Im unvollendet auf einer Staffelei stehenden „Selbstbildnis“ zeigt sich Sterl 1927 bei der Arbeit (WVZ 1133).

Bis auf die an der Wand dahinter zu sehenden Naundorfer „Kirschzweige“ von 1920 (WVZ 1079) entstanden die übrigen Landschaften in Hessen zwischen 1893 und 1904 – darunter auch ein Blick auf „Sterls Atelierhaus in Wittgenborn“ (WVZ 592). Das furiose Gemälde „Ernst von Schuch dirigiert das Orchester“ zeigt Sterls Freund 1908 mit dem Orchester der Dresdner Hofoper (WVZ 713). Auch die „Steineklopferin“ von 1907 zählt zu Sterls Hauptwerken (WVZ 691).

Das „Johnsdorfer Mädchen“ entstand um 1893 in der nahe gelegenen Böhmischen Schweiz (oben links, WVZ 146). Noch als Student hatte Sterl um 1886-87 ein „Akademiemodell / Afrikaner als Halbakt“ altmeisterlich wiedergegeben (oben rechts, WVZ 32). Er war bald ein gefragter Porträtist, was mehrere hervorragende Beispiele hier im Atelier belegen.