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Sonderausstellungen Veranstaltungen
Robert Sterl


Elbebaggerer vor Augustusbrücke

Elbebaggerer vor Augustusbrücke, um 1905



Z 2688 Steinbrecher

Steinbrecher, 1913



Als Antwort Im Nebel
Franziska Semtner

Als Antwort im Nebel, 2011
Wasseröl und Pastell auf Leinwand, 90 x 114 cm
(c) Franziska Semtner

WandelAusgezittert(klein)
Franziska Semtner
Sprache Flüstert (Ausgezittert), 2011
Tafel (Pastell) aus der Serie: Wandel, 60 x 90 cm
(c) Franziska Semtner




N E U E R S C H E I N U N G E N

Werkverzeichnis

Robert Sterl - Werkverzeichnis
der Gemälde und Ölskizzen,
Dresden 2011


Biografie

Horst Zimmermann:
Der Maler Robert Sterl.
Leben und Werk in Briefen
und Selbstzeugnissen,
Dresden 2011


Rückblick: Sonderausstellungen 2011

Landschaften | Menschen und ihre Arbeit
Zeichnungen Robert Sterls von 1885 bis 1909
aus einer privaten Schenkung (Teil I)
1. Mai bis 3. Juli 2011

Steinbrecher, Musik und die Russlandreisen
Zeichnungen Robert Sterls von 1908 bis 1914
aus einer privaten Schenkung (Teil II)
10. Juli bis 11. September 2011

Das Archiv des Robert-Sterl-Hauses verfügt über mehr als 2.600 Zeichnungen des Künstlers aus allen Schaffensperioden. Im Jahr 2010 wurden diese Bestände durch eine umfangreiche Schenkung aus privater Hand bereichert. Eine Auswahl dieser Arbeiten wird in zwei Ausstellungsteilen präsentiert: Zunächst werden Zeichnungen aus dem frühen Schaffen Robert Sterls vorgestellt, die bis in seine Studienzeit an der Dresdner Kunstakademie um 1885 zurückreichen – darunter detaillierte Landschaftsstudien und Porträts. Viele der gezeigten Skizzen nach der Natur entstanden während der Sommermonate in Hessen von 1892 bis zu seiner Berufung als Lehrer an die Akademie 1904. Neben Landschaftsbildern und Genreszenen beschäftigte sich Robert Sterl immer wieder eingehend mit dem Thema Arbeit: In der Ausstellung sehen wir etwa Schäfer inmitten einer Flusslandschaft (um 1899), ein hockendes Mädchen bei der Wäsche (1901) oder Kinder, die zur Ernte mitgenommen werden (1904).  Spektakulär in Szene gesetzt sind die Dresdner Elbebaggerer. Diese beeindruckende Studie fertigte Robert Sterl 1905 zur Vorbereitung eines Gemäldes (Dresden, SKD, Galerie Neue Meister). Genreszenen runden die Auswahl der Ausstellung ab.
Der zweite Teil der Doppel-Ausstellung präsentiert aus dieser umfangreichen Schenkung Zeichnungen aus der Zeit von 1908 bis 1914. Zu sehen sind jene zentralen Themen, die das Oeuvre des Künstlers prägten und mit denen er den Impressionismus in Deutschland bereicherte: Musikerbildnisse, die zumeist in der Dresdner Semperoper erfasst wurden; Russlandimpressionen, die Sterl auf seinen Wolgareisen anfertigte; Darstellungen von Steinbrechern, die vor Ort in den nahe gelegenen Steinbrüchen zwischen Pirna und Bad Schandau entstanden sind.
(Kurator Dr. Andreas Quermann)



Signaturen des Wandels – dazwischen still das Unsichtbare
Franziska Semtner, Malerei und Zeichnung
Ausstellung der Robert-Sterl-Preisträgerin 2011
kuratiert von Dr. Andreas Quermann
25. September bis 31. Oktober 2011

Die Werke der aus Berlin stammenden und in Dresden lebenden Malerin Franziska Semtner sind Ausdruck des Suchens. Die Künstlerin hält Spuren ihrer Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen fest. Farben und Formen bringen eine imaginative Innenwelt zum Ausdruck.
Für Unsichtbares werden zunächst schriftähnliche Formen skizziert: Zeichen, Symbole und Chiffren werden erprobt und schließlich
in leuchtende Farbgründe eingebettet, die positive Schwingungen zum Klingen bringen. Diese linearen und malerischen Notizen sind Seismografen des Denkens und Fühlens.
Die kalligrafie-ähnlichen Vorbereitungen in der Zeichnung fließen ein in koloristisch strahlende, farbgewaltige Gemälde. Hier verschmelzen zeichnerische Elemente mit leuchtenden Farbtönen. Zarte Ansätze von Gegenständlichkeit gehen mit abstrakten Ausdrucksformen eine Symbiose ein. Ein Dialog zwischen Innen- und Außenwelt wird sichtbar: ein Abwägen der Formen zwischen dem Entstehen und Gedeihen auf der einen Seite, sowie dem Verschwinden und Vergehen auf der anderen Seite.
Die Künstlerin erfindet Formen dafür, korrigiert Zwischenschritte und hält dabei auch „Unstimmigkeiten“ und „Änderungen“ nicht verborgen, sondern dokumentiert im Werk verschlungene Wege der Reflexion. Damit legt sie die Werk-Genese auf unverwechselbare Weise offen.


Antwort im Nebel (Franziska Semtner)


das Gegenteil von Verschwinden ist das Entstehen
das Gegenteil von Schatten die Reflexion
rund, so rund ist die Verwandlung im blauen Kreis
stetig bewegt, stetig entspannt
rundes Denken, einheitlich bewegter Geist
warm, so weich und leicht kann das Vertrauen sein,
sei versichert
rund ist Vertrauen – ist rund – ist unendlich
Antwort im Nebel : Leben
hab keine Angst, im großen weiten Raum, wovor?
dazwischen still das Unsichtbare



Sonderausstellung in der Städtischen Galerie Dresden:
Der Maler Robert Sterl,
Ausstellung der Städtischen Galerie Dresden,
8. Oktober 2011 bis 29. Januar 2012

Anlass der Ausstellung ist die Veröffentlichung des neuen Werkverzeichnisses der Gemälde und Ölskizzen Sterls. Diese neue umfassende Übersicht über Sterls Werk gibt der Städtischen Galerie Dresden die Gelegenheit, eine Übersicht seiner künstlerischen Entwicklung anhand ausgewählter Hauptwerke aus privaten und musealen Sammlungen zu zeigen. Beginnend mit dem Realismus des späten 19. Jahrhunderts, im impressionistischen Stil und schließlich mit expressionistischen Zügen stellt sich Sterls Schaffen als künstlerische Brücke vom 19. ins 20. Jahrhundert dar.
Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Dresden wurde durch Leihgabe von 24 Gemälden aus dem Robert-Sterl-Haus unterstützt, darunter einige Hauptwerke wie die "Steineklopferin" von 1907 (WV 691), "Ernst von Schuch dirigiert das Orchester" von 1908 (WV 713) sowie das "Bildnis Dr. Otto Posse" von 1917 (WV 1041).

Parallel zur Ausstellung erschienen im Sandstein Verlag Dresden:

»Robert Sterl – Werkverzeichnis der Gemälde und Ölskizzen«, herausgegeben von den Sammelstiftungen des Bezirkes Dresden und der Städtischen Galerie Dresden, Verzeichnis bearbeitet von Kristina Popova, mit Textbeiträgen von Birgit Dalbajewa, Andreas Dehmer, Katja Margarethe Mieth, Kristina Popova, Andreas Quermann, Johannes Schmidt und Horst Zimmermann. Sandstein Verlag 2011, 280 Seiten, mit 37 Farbtafeln und zahlreichen farbigen Abbildungen. Preis:24,95 Euro + Versandkosten, ISBN: 978-3-942422-63-5 

»Der Maler Robert Sterl – Leben und Werk in Briefen und Selbstzeugnissen« von Horst Zimmermann, herausgegeben von Gisbert Porstmann und Johannes Schmidt
ISBN 978-3-942422-62-8 / 24,95 EUR