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Robert Sterl

Hinrichs, Zu Besuch bei Bettina, Dorothy und Helene

Heide Hinrichs. Installation im Atelier

Heide Hinrichs. Installation im Robert-Sterl-Haus

Heide Hinrichs. Objekt. Robert-Sterl-Haus 2004

H.Hinrichs. Zu Besuch bei Bettina, Dorothy und Helene. Sterl-Haus 2004 be

Robert-Sterl-Preis 2004 - Heide Hinrichs
"ZU BESUCH BEI BETTINA, DOROTHY UND HELENE"
Meisterschülerin Hochschule für Bildende Künste Dresden
Sonderausstellung 25. September bis 31. Oktober 2004

Bereits zum achten Mal wurde in diesem Jahr der Robert-Sterl-Preis der
Sammelstiftungen des Bezirkes Dresden für Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste Dresden vergeben.

Der mit 3000 Euro dotierte Preis würdigt im Andenken an den Dresdener Akademieprofessor Robert Sterl (1867–1932) hervorragende künstlerische Leistungen.

Unter zahlreichen, qualitätvollen Bewerbungen entschied sich die aus drei Professoren der HfBK Dresden und zwei Vertreterinnen des Donators zusammengesetzte Jury 2004 für Heide Hinrichs, Meisterschülerin bei Prof. Ulrike Grossarth. Mit ihren landschafts- und nicht selten landesübergreifenden künstlerischen Recherchen bahnt sich Heide Hinrichs fernab von kunstmarktgerechter Glätte und festgefahrenem Duktus immer neue Wege durch das chaotische Dickicht weltlichen Daseins. Ihre kreative Offenheit macht sie erfinderisch im Umgang mit heterogenen Materialien und verschiedensten Medien. Bei den zumeist auf eine konkrete Situation bezogenen Projekten erfindet Heide Hinrichs eine örtlichkeitsadäquate Formensprache für ihre Rauminstallationen. Trotz der Heterogenität der dreidimensionalen Sprache und des temporären Charakters ihrer Arbeiten, der in der bewussten Fragilität und Imperfektion manchen Details deutlich wird, entwickelt Heide Hinrichs allmählich ein eigenes, unverwechselbares Zeichen-System – ihr eigenes Alphabet, mit dem sie ihre Untersuchungen und Projekte, ihre Sicht und Erfahrung von Wirklichkeit beschreibt. Diese Notizen und Pläne aus Gedanken-Zeichen entwickeln eine suggestive Kraft, in denen Heide Hinrichs ihre Ideen konzentriert und ihr ureigenstes schöpferisches Potential offenbart. Dass Heide Hinrichs in ihrer Projektarbeit und Dreidimensionalität immer wieder die Reibung, Konfrontation oder Reflexion mit der wirklichen Welt sucht und braucht, eröffnet ihr stets neue künstlerische Potentiale und Spektren der Reflexion von Kunst im Heute.

 Mit dem Robert-Sterl-Preis ist die Ausstellungsmöglichkeit im Robert-Sterl-Haus verknüpft. Die vorangegangenen Ausstellungen in dem original erhaltenen Wohnhaus von Robert Sterl haben gezeigt, dass die Preisträger in der historischen Stätte Anregungen zu beziehungsreichen Ausstellungskonzeptionen fanden. Mit ihrem aktuellen Projekt „Zu Besuch bei Bettina, Dorothy und Helene“, das gerade die unterschiedlichen Formen von Vergangenheitsbewahrung aus subjektiver Erlebnisfähigkeit reflektiert, beleuchtet Heide Hinrichs „im Wortsinne“ einen wesentlichen und neuen Aspekt von Wirklichkeitserfahrung.

 Bisherige Sterlpreisträger waren seit 1997 Annekatrin Klump, Jörg Burzinski, Antje Blumenstein, Sebastian Hempel, Susanne Noßky, Daniel Kestel und Susanne Hanus.

Heide Hinrichs selbst zu Ihrer aktuellen Ausstellung:
„In der Ausstellung „Zu Besuch bei Bettina, Dorothy und Helene“ wird es um Formen der Erinnerung gehen. Die drei Damen stehen stellvertretend für die Orte, an denen ich mich im letzten Jahr aufhalten konnte. Schloss Wiepersdorf, das Berghaus in Kreisau und mit dieser Ausstellung im Robert-Sterl-Haus. Dabei geht es nicht um meine Erinnerung, sondern um die gesellschaftliche Inszenierung der Erinnerung an diesen Orten und der Frage wie man diese darstellt. Durch das Ergänzen eines subjektiven Bildes, das von dem Ineinandergreifen verschiedener Zeiträume und einem Leben mit aller Zeit ausgeht, wird eine Kontrastierung vorgenommen.
Die Arbeit ist durch eine Vielfalt von Medien gekennzeichnet: Skulptur, Installation, Video, Zeichnung, Foto. Im allgemeinen umkreist die Arbeit die Idee der 'Landschaft' oder des 'Landschaftlichen'. Begriffe wie Bewegung, Behausung, Raum, Richtungen und Reise sind innerhalb der Arbeit präsent. Der ihr eigene Gebrauch von Materialien wie Stoff, Papier, schnell gezimmerten Holzkonstruktionen betonen den temporären Aspekt und den entwurfsähnlichen Charakter der Skulpturen und Installationen.“

Heide Hinrichs - Biografisches: geboren 1976, lebt und arbeitet in Dresden, 1995 Abitur in Oldenburg, 1996-2000 Kunsthochschule Kassel, 2000-2002 Studium Hochschule für Bildende Künste Dresden, seit 2002 Meisterschülerin bei Prof. Ulrike Grossarth, HfBK Dresden, 2000 Preis der Kasseler Hochschullehrer, 2003 Arbeitsstipendium der Kulturstiftung Sachsen, Schloss Wiepersdorf, Sommer 2004 Mercator-Berghaus-Stipendium Krzyzowa (Kreisau), Polen; Rege Ausstellungsbeteiligungen in Dresden, Hamburg, München, Oldenburg